Boxer-Ulcus

Darunter versteht man eine Ablösung der obersten Hornhaut-Schicht, des Epithels. Das Epithel ist normalerweise ähnlich wie bei einem Klett-Verschluss an seiner Unterfläche, dem Hornhaut-Stroma, angeheftet. Bei betroffenen Hunden ist diese Anhaftung ungenügend ausgebildet. Dadurch kann sich das Epithel ohne erkennbare äußere Ursache ablösen. Häufig ist die Rasse „Boxer“ betroffen, es kann aber bei jedem anderen Hund ebenfalls vorkommen. Da der Zustand schmerzhaft ist, kneifen betroffene Hunde die Lider zusammen.
Mithilfe eines Fluorescein-Tests kann man den Defekt sichtbar machen. Dabei wird mithilfe einer Spaltlampenuntersuchung sichergestellt, dass tatsächlich nur das Epithel betroffen ist und der Defekt nicht tiefer geht.
Therapeutisch wird dem Epithel zur Wiederanheftung verholfen, in dem zuerst das lose Epithel entfernt wird und dann, meistens unter Lokalanästhesie, ganz feine Rillen in die Hornhaut geritzt werden.In diese Rillen kann sich das neugebildete Epithel dann anheften.