CEA = Collie Eye Anomalie

Erbliche, angeborene Augenerkrankung bei Collies, Shelties und Australian Shepherds, Border Collies (seltener auch beim Lancashire Heeler, Longhaired Whippet und Nova Scotia Duck Tolling Retriever), die mit unterschiedlichen Symptomen einhergeht. Das häufigste Erscheinungsbild ist die Chorioretinale Hypoplasie. Darunter versteht man eine lokal umschriebene Stelle seitlich (temporal) des Sehnervenkopfes, an der die Blutgefäße der Aderhaut (choroidale Blutgefäße) abnormal ausgebildet sind und an der das Pigment fehlt.
Im Alter von ungefähr 8 Wochen bildet sich das Tapetum lucidum, eine spiegelartige Schicht, die den Defekt überdecken kann. Da der Defekt in diesem Fall vorhanden ist, aber nicht mehr sichtbar, spricht man von „Go normal“?. Um eine vorhandene Chorioretinale Hypoplasie sicher erkennen zu können, wird die Untersuchung der Welpen zwischen der sechsten und achten Lebenswoche durchgeführt. Wenn ein Hund nur an der chorioretinalen Hypoplasie leidet, ist sein Sehvermögen nicht merklich eingeschränkt.
Ein weiteres mögliches Symptom der CEA ist ein Kolobom des Sehnervenkopfes oder der Region um den Sehnervenkopf. Stärkere Defekte, die größere Bereiche des hinteren Auges betreffen, werden als posteriores Staphylom bzw. posteriore sklerale Ektasie bezeichnet. Bei 5% der CEA-Patienten kommt es zu einer großflächigen Netzhautablösung, die auch mit Blutungen einhergehen kann. Diese Hunde sind blind. Eine Behandlung ist nicht möglich.
Deshalb ist es um so wichtiger, Hunde vor der Zucht auf die Erkrankung zu untersuchen. Besonders da auch Elterntieren, die selbst nur milde Symptome aufweisen, blinde Nachkommen haben können. Für die Erkrankung besteht auch ein Gentest, der aber die Untersuchung des Augenhintergrundes (Indirekte Ophthalmoskopie) nicht ersetzt.