Glaukom

Im Auge besteht normalerweise ein Innendruck zwischen 10 und 20 mmHG. Dieser wird aufrecht erhalten, indem permanent Flüssigkeit (Kammerwasser) produziert wird und ebenso viel wieder abfließt. Aufgrund von bestimmten Erkrankungen oder anatomischen Gegebenheiten kann der Abfluss blockiert sein. Dadurch staut sich das Kammerwasser, und der Augeninnendruck steigt.
Dieser Zustand ist sehr schmerzhaft und führt unter anderem zum Absterben von Zellen der Netzhaut, wodurch das Auge innerhalb kurzer Zeit erblinden kann. Deshalb ist ein Glaukom als absoluter Notfall anzusehen.
Zu erkennen ist das Glaukom beim Hund daran, dass die Äderchen im Weißen des Auges sichtbar werden (um diese zu sehen, kann das Oberlid leicht nach oben gezogen werden), und an einer größeren Pupille, die nicht auf Licht reagiert. Manche Tiere Kneifen oder Blinzeln auch, bei manchen kann die Hornhaut etwas trüb sein.
Bei Katzen ist oft nur eine etwas vergrößerte Pupille zu erkennen.
Um die richtige Therapie einleiten zu können, wird zwischen einem Primärglaukom und einem Sekundärglaukom unterschieden.