Horner Syndrom

Durch einen Ausfall des Nervus sympathicus am Auge kommt es zum Herabhängen des Oberlids (Ptosis) (durch den durch Ausfall des Müller´schen Muskel), einer engen Pupille (Miose) (durch den Ausfall des Musculus dilatator iridis), einem Nickhautvorfall (durch den Ausfall der glatten Muskulatur in der Nickhaut) und einem Enophthalmus (durch den Ausfall der glatten Muskulatur in der Fascia bulbi). Bei Pferden kommt es auch zu vermehrtem Schwitzen der Haut um das Auge herum (Hyperhidrosis).
Der Nervus sympathicus zieht vom Gehirn (Hypothalamus, Hirnstamm) über das Rückenmark bis zur Vorderbrust (Brustwirbel: T1 bis T3 beim Hund, bis T7 bei der Katze). Von da aus läuft er am Hals zurück Richtung Kopf, passiert das Mittelohr und gelangt zum Auge. Jede Schädigung des Nerven auf diesem Weg kann zu einem Horner Syndrom führen.
Häufigere Ursache sind ein starker Zug am Halsband oder eine Mittel- bzw. Innenohrentzündung. Seltene Ursachen sind Tumore oder Traumata (z.B. Plexus brachialis-Abriss).
Abhängig von der Ursache kann es zur Heilung des Nerven kommen. Dies kann mehrere Monate dauern.