Opticushypoplasie

Minderausbildung des Sehnerven. Es handelt sich um eine angeborene Missbildung, bei der der Sehnerv ungenügend entwickelt ist. Er enthält weniger Nervenfasern und die Netzhaut weniger Nervenzellen. Bei der indirekten Ophthalmoskopie zeigt sich der Durchmesser des Sehnervenkopfes (Papille) kleiner als die Hälfte des normalen Durchmessers.
Je nach Grad der Missbildung kommt es zu Seheinschränkungen bis zur Blindheit. Die Opticushypoplasie ist ophthalmoskopisch oft nicht von der Mikropapille abzugrenzen, bei der keine Visuseinschränkungen auftreten.
Eine Therapie ist nicht möglich. Mit betroffenen Tieren sollte keinesfalls gezüchtet werden. Beim Zwergpudel ist eine Erblichkeit bekannt.