Katzen müssen die Aminosäure Taurin mit der Nahrung aufnehmen, im Gegensatz zu Hund oder Mensch, die es selbst synthetisieren können. Dem meisten heutzutage erhältlichen Katzenfutter ist Taurin zugesetzt, weshalb ein Taurinmangel nur noch selten vorkommt. Werden Katzen mit Hundefutter oder rein vegetarisch ernährt, fehlt ihnen diese Aminosäure. Da sie eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel in der Netzhaut spielt, kommt es bei einem Mangel zur Degeneration der Photorezeptoren in der Netzhaut und dadurch zur Erblindung. Weitere Symptome, die nicht das Auge betreffen, sind Erkrankungen des Herzmuskels, Fruchtbarkeitsstörungen, Störungen im Immunsystem und der Blutplättchen. Therapeutisch wird Taurin supplementiert, wodurch bereits degenerierte Netzhautbereiche sich aber nicht mehr regenerieren können.