Die Hornhaut ist 0,6 mm dick. Die für die Hornhautchirurgie benutzten Fäden haben einen Durchmesser von 0,02 mm. Um bei der Hornhautchirurgie exakt arbeiten zu können, wird sie ausschließlich unter dem Operationsmikroskop durchgeführt.
Bei perforierenden Verletzungen, z.B. durch Katzenkrallen oder durch spitze Fremdkörper, wird die Hornhaut genäht. Bei einem Sequester wird zuerst das veränderte Gewebe Schicht für Schicht entfernt (Keratektomie), bis das nekrotische Gewebe vollständig entfernt ist. Der Defekt kann dann durch einen Bindehautlappen (Konjunctival graft) oder durch einen Corneokonjunktivalen Flap versorgt werden.
Ein Einschmelzendes Ulcus kann ebenfalls mit einem Bindehautlappen versorgt werden, wobei hier je nach Ausdehnung des Defekts ein gestielter Bindehautlappen, ein Brückenlappen oder eine 360°-Bindehautschürze präpariert wird.