Um das Auge außen feucht zu halten, wird permanent Tränenflüssigkeit produziert. Diese läuft über einen kleinen Kanal, den Tränennasenkanal in die Nase. Ein Verschluss des Kanals führt dazu, dass die Tränenflüssigkeit nach außen abläuft. Dies wird bei hellhaarigen Tieren an einer dunklen Spur im Fell sichtbar.
Die Durchgängigkeit des Tränennasenkanals kann überprüft werden, indem ein Farbstoff auf das Auge getropft wird, der dann einige Minuten später in der Nasenöffnung sichtbar wird.
Ist dies nicht der Fall, wird eine Spülung des Tränennasenkanals vorgenommen. Dies ist bei den meisten Patienten unter Lokalanästhesie (ohne Vollnarkose) möglich. Dabei wird klare Flüssigkeit mithilfe einer feinen Kanüle in die Öffnungen des Tränennasenkanals eingebracht. Hiermit können das obere und untere Tränenpünktchen jedes Auges einzeln überprüft werden.